Geht nicht, gibt’s nicht. Auf der Suche nach weiteren Sitzmöglichkeiten …

Ja, ich weiß: Wieder einmal das Thema Bänke. Hat die Bezirksvertretung Innenstadt nichts Besseres zu tun? Und trotzdem: Es fehlen Bänke – oder genauer Sitzmöglichkeiten – in der Innenstadt. Immer wieder bekommen wir von Bürgerinnen und Bürger Hinweise auf fehlendes Sitzmobiliar oder Vorschläge für neue Standorte. Deshalb bleiben wir an dem Thema dran.

IMG_8558 (1)Dabei zeigt sich: Gerade unsere Plätze erweisen sich als problematisch. Denn einerseits sollen sie sich durch Aufenthaltsqualität auszeichnen und zum Verweilen einladen. Es soll Spaß machen, sich zu treffen, zu quatschen, auszuruhen oder einfach als stille Beobachterin bzw. stiller Beobachter das Veedel an sich vorbeiziehen zu lassen.

Auf der anderen Seite haben die Plätze oft auch anderen Nutzungen gerecht zu werden. Gerade die zentralen Plätze der Innenstadt wie der Rudolfplatz, Alter Markt oder Heumarkt gehören zu wichtigen Veranstaltungsorten Kölns. Wegen der im zentralen Platzkonzept zugelassenen Veranstaltungen fehlt es folglich gerade auf ihnen an Sitzmöglichkeiten.

So schreibt die Verwaltung zu Bänken auf dem Alter Markt: „Die Verwaltung hat nach intensiver Prüfung keinen geeigneten Standort für Bänke gefunden. Selbst die Prüfung einer Variante der beschlossenen Bank (eine Sonderanfertigung als Rundbank um zwei der bestehenden Bäume auf dem Alter Markt) brachte kein positives Ergebnis. Aufgrund der für die Feuerwehr freizuhaltenden Flächen der vorhandenen Außengastronomie sowie der Vielzahl an Veranstaltungen (z. B. Weihnachtsmarkt, Karnevalstribünen, CSD), sind keine freien Flächen zur Aufstellung von Sitzbänken vorhanden.“

11949287_529757797178971_610766393536707438_nDie Konsequenz: Diese Plätze bieten für den Rest (und überwiegenden Teil des Jahres) ein tristes Erscheinungsbild und lassen jegliches Flair vermissen. Sie sind lediglich Freiflächen, die man quert – erfüllen aber keine soziale Funktion, die einen Platz sonst für ein Dorf wie eine Stadt auszeichnet. Sie sind keine Orte der Kommunikation und Interaktion (Ausnahmen bestätigen der Regel).
Vor dem gleichen Dilemma stehen wir aber auch bei kleineren Plätze, auf denen ein bis zweimal in der Woche ein Wochenmarkt angeboten wird und die den übrigen Teil der Woche unbespielt bleiben – z.B. der Sudermanplatz im Agnesviertel oder die Ostseite des Rudolfplatzes. Nicht selten sieht man Leute am Rudolfplatz auf dem Boden sitzen, wenn sie außerhalb der Gastronomien auf dem Platz verweilen möchten. Andere nutzen, nicht nur am Eigelstein, aufgrund fehlender Alternativen Baumschutzringe.

Der Zustand unserer Plätze – gerade der zentralen Plätze – ist unbefriedigend.

Der Umstand, dass aufgrund der genannten Veranstaltungen ihre Möblierung nicht möglich sein soll, möchten wir nicht so einfach hinnehmen.

Gerade angesichts des veränderten Freizeitverhaltens von Menschen, die sich in den Sommermonaten gerne draußen aufhalten, muss die Stadt deshalb Lösungen finden, wie ein Platz unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten eröffnen kann. Beispielsweise können durch Sitzflächen auf Baumschutzringen, wie sie z.B. in Fußgängerzonen anderer deutscher Großstädte vorzufinden sind, zusätzliche Sitzmöglichkeiten geschaffen werden.

Wir meinen: Geht nicht, gibt’s nicht. Kreative Lösungen sind gefragt.

Unseren Antrag in der Bezirksvertretung Innenstadt finden Sie hier. Ach ja: Neue Bänke haben wir auch gleich für den Neusser Platz und den Rudolfplatz beantragt.

 

Ein Gedanke zu “Geht nicht, gibt’s nicht. Auf der Suche nach weiteren Sitzmöglichkeiten …

  1. Oft spreche ich Besucher an dehnen ich im Viertel begegne die auf Treppen sitzen (Hafengasse ) oder an anderen Stellen auf der Stasse , und muss sie einfach bitten auf zustehen 😔😔den Tags zuvor sah ich dort jemanden hinpinseln , ein Hind oder 5 Männer in der Reihe stehend . meine Mutter 80 ich sechzig benötigen kleine Rastmöglichkeiten . Ohne dort gleich für 2,50€ etwas trinken zu müssen . So geht es doch vielen Kölnern. Weil sich Obdachlose laut und unangemessen immer wieder auf der Bank direkt auf dem Plätzchen wo meine Mutter wohnt die dort die grüne Oase vor mehr als 40 Jahren durch ein paar Anrufe schuf und eine Bank . jetzt weg wegen der Obdachlose… Warum können die Ordnung Behörden nicht dort mal deutlich für Ruhe und Ordnung sorgen … ? Das wäre sicher preisgünstig er als die Bänke abzubauen auch im Rheingarten . Und ich darf eine spenden ? Wenn ich als Bewohner nicht auf der kalten Mauer sitzen möchte , wenn die Stadt hier Gäste eingeladen hat. Geht nicht finde ich ebenfalls …….

    Lösungsorientiert einfache gefällte unbehandelte dicke und mittlere Holzstämme auf der Wiese platzieren und auch Plätzen …wenn eine Seite eventuell gerade geschnitten ist rollt der Stamm nicht weg … Oder er wird irgendwie so Plaziert das es eben mal passt… Denke es ist preisgünstig Natur braucht keine Genehnigungen …, wenn ein jeder will und wenn die Stadt Köln Holz benötigt kann sie es ja holen

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