Die Bahnbögen im Eigelsteinviertel – eine unendliche Geschichte

Schon seit Jahren befinden sich die Bahnbögen im Eigelsteinviertel in einem trostlosen Zustand. Der Bürgerverein Eigelstein lud den Pächter der Bahnbögen, Lutz Figge, und mich zu einem Rundgang durch das Eigelsteinviertel ein. Herausgekommen ist ein interessanter Film (Film: Burkhard Wennemar; Interview: Ruth Wennemar) über die Bahnbögen – aber lesen Sie selbst.

Schon seit Jahren fristen die Bahnbögen im Eigelsteinviertel ein trauriges Dasein. Es ist bereits mehr als zehn Jahre her, als die Pächterin der Bahnbögen, die Bahnbögen GmbH, mit bunten Skizzen ihre Pläne für das Eigelsteinviertel präsentierte: Ein Touristenmagnet wie Les Halles in Paris oder mindestens so hip wie die Bahnbögen in Berlin sollten sie werden. Oder ein Stück kölsche Portobello Road. Rikschas sollten Gäste ins Viertel bringen. An der Eintrachtstraße/Ecke Salzmagazin sollte ein kleiner, aber feiner Quartiersplatz entstehen.

Passiert ist seitdem nichts. Noch immer ist das Erscheinungsbild der Bahnbögen desolat. Mal versperrt eine unansehnliche Bretterwerbewand den Blick auf die Bahnbögen (so am Übergang von der Marzellenstraße zum Eigelstein), mal werden die Bahnbögen als wilde Müllkippe genutzt (so am Gereonswall).

Bereits im Januar 2013 forderte deshalb die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt, dass in einer Bahnbögenkonferenz Eigelstein alle Verantwortlichen (die Deutsche Bahn, der Bahnbögen Köln GmbH, die maßgeblichen Ämter der Stadtverwaltung und die Abfallwirtschaftsbetriebe) an einen Tisch kommen sollten, um die notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der Bahnbögen zu vereinbaren und auf den Weg zu bringen. 2016 haben dann eine erste Sitzung der Bahnbögenkonferenz und ein Rundgang von Politik und Verwaltung durch die Bahnbögen stattgefunden. Ein für den Herbst 2016 geplanter Workshop zur Entwicklung der Bahnbögen wurde allerdings wieder abgesagt.

Seit dem hakt der Prozess wieder. Aber wir werden das Thema weiter verfolgen.

2 Gedanken zu “Die Bahnbögen im Eigelsteinviertel – eine unendliche Geschichte

  1. Hallo Regina. Der Jupp Wirges in Ehrenfeld hat mit seinen Bahnbögen in der Bartholomäus-Schink-Str. und Hüttenstr. gleiche Sorgen. Könnte da eine gemeinsame Aktion (BV 1 + BV 4) bei der DB nicht zielführender sein.

  2. Von den Kollegen in Ehrenfeld wissen wir, welche dicken Bretter wir zu bohren haben. Und klar: Die DB macht es sich durch die Verpachtung der Bahnbögen einfach. Trotzdem ist es, wie es ist: Die Pacht läuft übe 40 Jahre – also muss der Pächter ran und seine Hausaufgaben machen …

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