Sicher zur Schule

SPD für Schulstraße an der Bildungslandschaft Altstadt/Nord

Die Ferien in Nordrhein-Westfalen haben gerade erst begonnen. Die Kommunalpolitik macht aber nie wirklich Pause. Deshalb soll es an dieser Stelle einmal um das Thema „sicherer Schulweg“ gehen.

Wer sich rund um den Klingelpütz umsieht, wird den Forschritt der Schulbauten am Gereonswall bemerken. Bald sollen die ersten Schüler*innen der Grund- und Aufbaurealschule sowie die Kinder des Kindergartens der Bildungslandschaft Altstadt/Nord (BAN) – in ihre neuen Räumlichkeiten ziehen. Deshalb steht auch die verkehrliche Situation in den Straßen Gereonswall und Vogteistraße auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Innenstadt.

Die Verwaltung möchte dabei u.a. auch eine Bring- und Abholzone im Gereonswall vorsehen. Weil Eltern ihre Kids mit dem PKW zur Schule bringen bzw. diese abholen, soll eigens eine Zone geschaffen werden, wo die Kinder problemlos abgesetzt bzw. wieder aufgelesen werden können. In der Vorlage heißt es dazu:

„Infolge der Konzentration von Einrichtungen (Grundschule, Realschule und Kindertagesstätte) am Gereonswall muss für den Bring- und Abholverkehr der südliche Teil des Gereonswalls umgestaltet werden.
Im ersten Schritt ist es vorgesehen, diesen Straßenabschnitt provisorisch den geänderten Anforderungen anzupassen.

Wir finden diesen Verwaltungsvorschlag im Sinne der Verkehrssicherheit wie einer nachhaltigen Verkehrserziehung halbherzig. Wir wollen statt dessen für die Sicherheit der Kinder im Bereich vor Bildungseinrichtungen eine Schulstraße nach Wiener Vorbild schaffen. Dabei wird eine Zone vor den Bildungseinrichtungen täglich zu Schulbeginn für ca. 30 Minuten komplett für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Was ist der Gedanke? Morgens geht es rund um die Schulen hektisch zu: Autos halten oder parken in zweiter Spur, Kinder laufen mit ihren Schultaschen zwischen den Autos zur Schule. Häufig entstehen so gefährliche Situationen für die Schülerinnen und Schüler.

Schulstraßen sind eine Maßnahme, um den Autoverkehr vor der Schule zu reduzieren und die Sicherheit für Kinder zu erhöhen.
Eine Schulstraße nach Wiener Vorbild bedeutet:

  • In der Schulstraße gilt ein temporäres Fahrverbot für 30 Minuten vor Schulbeginn.
  • Das Fahrverbot gilt für alle Kraftfahrzeuge, das Radfahren ist weiterhin möglich.
  • Auch für Anrainer*innen sind Zu- und Ausfahren in diesem Zeitfenster nicht möglich.
  • Neben einer Fahrverbotstafel wird eine physische Absperrung, etwa ein Scherengitter, eingerichtet.

Die Erfahrungen der Stadt Wien mit der Einrichtung von Schulstraßen sind absolut positiv. Dies zeigen die begleitende Evaluierung, die Rückmeldung der betroffenen Schulen wie die Anfrage weiterer Schulen.

Dortmund ging einen ähnlichen Weg. Auch hier stiegen viele Kinder nach einer Sperrung ihrer Straße für die elterlichen PKWs auf Roller oder Fahrrad um.

Wir meinen: Das sind gute Beispiele, die anregen, das Elterntaxi zuhause zu lassen und auf nachhaltige Verkehrsformen umzusteigen. Deshalb wollen wir nach diesem Vorbild den Gereonswall zur Schulstraße machen. Damit kann die Bildungslandschaft nicht nur in Sachen Bildungsarchitektur und vernetztem Lernen, sondern auch in Sachen Verkehrserziehung ein Pilotprojekt werden, dem andere Schulen folgen können.

Wir hoffen, dass wir für diese Initiative in der Bezirksvertretung Innenstadt eine Mehrheit finden. Ich werde an dieser Stelle weiter berichten und freue mich auf Eure Meinung.

Mehr dazu in unserem Antrag für die Bezirksvertretung Innenstadt.

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