Verkehr muss von den Nutzer*innen her gedacht werden, nicht von Ideologien. Die Zukunft liegt in einer Mischung der Verkehrsmittel, die ökologisch und sozial verträglich sein muss.

Ich möchte

  • eine verkehrsberuhigte und weitgehend autofreie City. 
  • den Verkehr auf die Füße stellen. Zu Fuß zu gehen ist die nachhaltigste und sozialste Fortbewegungsform. Verkehrswegeplanungen werden aber zu oft nur vom Auto- und Radverkehr her gedacht – Fußgänger*innen haben das Nachsehen. Deshalb müssen Fußgänger*innen endlich zu gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer*innen werden. Insbesondere behinderte Menschen und Fußgänger*innen mit Kinderwagen oder Rollator bemerken auf ihrem Fußweg die alltäglichen Barrieren. Das heißt: Fußgänger*innen müssen in allen Verkehrskonzepten berücksichtigt werden. Wir wollen einen Fußgängerbeauftragten, damit Fußgänger*inneninteressen bei der Planung von Verkehrsprojekten eine Stimme haben;
  • ein ganzheitliches Verkehrskonzept für die Innenstadt. Die Verkehrswege müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass der Verkehr fließen kann. Was manchmal für die einzelne Straße sinnvoll erscheint, kann zu Nachteilen für die umliegenden Veedel führen. Einseitige Benachteiligungen dürfen nicht passieren.
  • Parkplätze im Straßenraum reduzieren. Den Raum, den Parkplätze in unseren Straßen einnimmt, lässt sich besser nutzen – für Aufenthaltsqualität, Außengastronomie, Begrünung …
  • Mehr Fahrräder in der Innenstadt bedeuten auch mehr abgestellte Räder auf den Fußgängerwegen und Plätzen. Deshalb sollen in zukünftigen Planungen von Straßen nicht nur Stellplätze für PKWs, sondern auch für Fahr- und Motorräder von Anfang an berücksichtigt werden.
  • Radstationen an den innenstädtischen Bahnhöfen. Um das Umsteigen von der Bahn aufs Rad oder vom Rad in die Bahn zu erleichtern, brauchen wir Radstationen an den Bahnhöfen West, Süd und Deutz;
  • den konsequenten Ausbau von Leihrädern. Die Leihradangebote von KVB und DB sind ein Erfolg. Die Nachfrage belegt es. Deshalb muss die Leihradflotte ausgebaut werden.  An wichtigen Umsteigehaltestellen (wie am Ebertplatz, Neumarkt oder Rudolfplatz) und weiteren wichtigen öffentlichen Orten (am Rathaus, in der Nähe des Doms) sollen „kleine Leihradterminals“ geschaffen werden, die das Umsteigen vom ÖPNV aufs Rad oder umgekehrt erleichtern. 
  • den konsequenten Ausbau von Car- und Bike-Sharing. In einem urbanen Lebensumfeld müssen Verkehrsmittel vor allem praktisch, verfügbar, ökonomisch und ökologisch sein. Deshalb sollen städtische Sharing-Konzepte entwickelt und ausgebaut werden. Sie reduzieren nachhaltig die Anzahl von Autos und Fahrrädern und leisten einen Beitrag zur Entlastung der überall schwierigen Parksituation;
  • Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen. Wo Autos, Busse, Straßenbahnen, Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen aufeinander treffen, entstehen oft gefährliche Situationen, die es zu vermeiden gilt. Wir bevorzugen gute Fahrradspuren für Radfahrer*innen und eigene Flächen für Fußgänger*innen gegenüber sog. shared spaces, dem gemeinsam genutzten Raum. Klare Räume für die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer*innen bedeuten weniger Konkurrenz und weniger Konflikte.  

Moderne Verkehrsinfrastruktur dient den Menschen. Dafür brauchen wir ein Verkehrskonzept, das alle Verkehrsteilnehmer*innen in den Blick nimmt.